Statements

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Statement vom steir. Landtagsabgeordneten Josef Ober - November 2012

Statement Josef Ober

 

E-Mail von der Gemeinde Bad Blumau - 6.11.2012

Betreff: Einsichtnahme Unterlagen Frutura

Sehr geehrter Herr Semmler!

Bezugnehmend auf Ihr heutiges Mail darf ich Ihnen nach Absprache mit Bürgermeister Handler und Rechtskonsulent Dr. Mayer mitteilen, dass Sie als Gemeinderat keine Einsicht in die Bauunterlagen nehmen dürfen. Die I. Instanz bei Bauangelegenheiten ist der Bürgermeister. Sollte ein Bauakt in die II. Instanz kommen, dann haben die Gemeinderäte das Recht die Unterlagen zu sichten.

Zur Zeit ist auch noch kein Bauakt vorhanden und auch noch keine Bauverhandlung kundgemacht. Sollten in dieser Kundmachung Gemeinderäte (z.B. als Anrainer) involviert sein, werden diese davon in Kenntnis gesetzt.

Daher ist der Termin am Mittwoch, 7.11.2012 hinfällig.

Mit freundlichen Grüßen
für die Gemeinde Bad Blumau

Rosalinde Feigl-Pelzmann 8283 Bad Blumau 65
Tel.: 03383/2206-13
 

 

Hydroisotop - Dr. Eichinger

Statement Hydroisotop, Dr. Eichinger

 

Mondial Reisen - Rudolf Kadanka

Sehr geehrter Herr Rogner,
lieber Robert,

als eines der führenden Incoming-Büros in Österreich erfreuen wir uns einer langjährigen guten Zusammenarbeit mit dem Rogner Bad Blumau und bieten mit Erfolg Dein Haus im Steirischen Thermenland auf verschiedenen Märkten erfolgreich an.

Ich befürchte jedoch, dass wenn in nächster Umgebung Deines Hotels große Glashäuser mit industriellem Tomatenanbau geplant sind, die Attraktivität der oststeirischen Thermenlandschaft und dem Hotel Bad Blumau schadet und sehr negative Auswirkungen mit sich bringen wird.

Touristische Industrie und Tourismus haben sich nie vertragen. Es ist vor allem auch die unberührte Natur, welche ein Großteil der Attraktivität für unsere ausländischen Gäste darstellt.

Ich muss Dir ehrlich sagen, dass wir uns überlegen müssten Dein Angebot in unserem nächsten Katalog nicht mehr zu bewerben.

Die Gemeinde muss sich entscheiden eine agrarindustrielle oder eine touristische Destination zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Kadanka
Mondial Reisen

 

plenum - sustainability.change.impact - Dr. Alfred Strigl

Sehr geehrter Herr Rogner!

Mit Schrecken höre und lese ich von den Plänen der Errichtung einer Tomaten-Glashaus-Großanlage im schönen Bad Blumau. Ohne Rücksicht auf das landschaftliche Bild und das bereits seit Jahren behutsam aufgebaute Image der Destination soll in großen Stil und in konventioneller wirtschaftlicher Manier ein Projekt durchgezogen werden, das als einziges ökologisches Feigenblatt die Heizung mit Geothermie aufweist. Ein solches Projekt kann und werde ich nicht unterstützen.

Wie ich weiters erfahren habe, sollen eigene Bohrungen vorgenommen werden. Das könnte klarerweise bereits bestehenden Quellen gefährden. Ob dies auf Dauer ein nachhaltiges Gleichgewicht erlaubt, gilt ernstlich zu hinterfragen. Das Dorf scheint auf dem Weg in Richtung Agrarindustrie zu wandern und ein österreichisches „Almeria“ in Bad Blumau errichten zu wollen. Das darf doch nicht wahr sein!

Ich sehe durch solch‘ ein Projekt die touristische Positionierung der gesamten Region – besonders aber des Ortes Bad Blumau ernstlich gefährdet. Konventionelle, industrielle Agrarwirtschaft ist mit sanftem Tourismus, Gesundheit und Erholung nicht vereinbar. Die wäre absolut gegen den Trend, der eben mehr Ruhe, Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit einfordert.

Ein rasches Ausbleiben der Gäste könnte die Folge sein und eine dauerhafte Zerstörung der Positionierung von Bad Blumau als die Wohlfühl-Oase der Südost-Steiermark.

Gerne stehe ich Ihnen als Fachexperte und persönlich Betroffener - meine Management-Akademie befindet sich ja im Rogner Bad Blumau – jederzeit zur Verfügung. Ich hoffe, dass Sie das Projekt noch abwenden oder in eine gute, nachhaltige Richtung lenken können.

Mit freundlichen Grüßen aus Wien,
Ihr
Dr. Alfred Strigl

 

Österreich Werbung - Dr. Petra Stolba

Sehr geehrter Herr Rogner!

Die Österreich Werbung beschäftigt sich im Rahmen der internationalen Positionierung des Urlaubslandes Österreich auch intensiv mit der Frage, wie das Wertethema Nachhaltigkeit im österreichischen Tourismusangebot stärker bewusst und verankert werden kann.

Auch um das Themenjahr 2013, welches unter diesem Themenfokus stehen wird, bestmöglich vorzubereiten, wurde ein eigenes Grundlagen- und Diskussionspapier am Jahresanfang 2012 verfasst, um der österreichischen Tourismuswirtschaft bei der Frage zu assistieren, wie das Thema Nachhaltigkeit tatsächlich in das touristische Angebot integriert werden kann.
Denn obwohl die Reisebranche in der Bewerbung und den Katalogen den Aspekt der „Nachhaltigkeit“ immer wieder besonders herausstreicht ist festzuhalten, dass Kunden ihre Reiseentscheidungen vorzugsweise nach anderen Kriterien treffen. Nachhaltigkeit wirkt im breiten Maße derzeit noch nicht als zentrales Motiv bei der direkten Reiseentscheidung.
Sie ist vielmehr als Kompetenz- und Wertethema zu verstehen, in dem die Verantwortung für eine bessere Welt von morgen ihren Ausdruck findet. Nachhaltigkeit darf also nicht nur als Mehrwert beim Reiseangebot gesehen, sondern muss in die Kerngeschäfte des Tourismus integriert werden. Denn nur dann ist Nachhaltigkeit nicht nur ein „Marketinggag“, sondern kann für den österreichischen Tourismus zu einem Profilierungsthema werden und damit die Chance eröffnen, im internationalen Wettbewerb das Tourismusland Österreich differenzierend zum Wettbewerb zu positionieren.

Österreich hat eine ausgezeichnete Grundlage geschaffen, dieses für attraktive Zielgruppen so wichtige Profilierungsfeld über ernsthafte Lösungsansätze zu besetzen.
In oben erwähnten Grundsatzpapier wird auch das Rogner Bad Blumau als best practice und einer dieser ernsthaften Lösungsansätze erwähnt.
Und weil die Grundphilosophie eines regionalen Ressourcenkreislaufes mittels Ausbildung und Beschäftigung von Menschen aus der Region sowie Einbeziehung der kleinbäuerlichen, authentischen Lebensmittelproduzenten auch regionale Wertschöpfung bringt, würde die ÖW Ihr Angebot auch gerne in geeigneter Form im Rahmen des kommenden Themenjahres kommunizieren.

In der Hoffnung, diesbezüglich mit Ihnen in Kontakt treten zu können verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen,
Dr. Petra Stolba
Geschäftsführerin

 

Institut für nachhaltigen Tourismus GmbH - Prof. Dr. Harald Zeiss

Sehr geehrter Herr Rogner

Vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich der geplanten Ansiedelung von modernen Großraumgewächshäusern zur Aufzucht von Tomaten und ähnlichem Gemüse. Ohne das Projekt und seine Inhalte im Detail zu kennen, kann schon heute davon ausgegangen werden, dass

1. Ökologische und soziale Fragen im Vorfeld geklärt werden müssen, um mögliche (negative) Einflüsse auf die Region und die Einwohner zu minimieren bzw. ausschließen zu können.

2. Fraglich ist, wie das Projekt zu einem proklamierten Sanften Tourismus in der Gemeinde Bad Blumau passt. Auf jeden Fall wirft es Fragen auf, wenn Touristen vor Ort auf eine Agrarindustrie stoßen, die Gemüse in Gewächshäusern produziert, die das Landschaftsbild der Region beeinträchtigen.

3. Eine gemeinsame Nutzung der Thermalquellen durch das Hotel Rogner Bad Blumau und den Agrarbetrieb einen schwer absehbaren Einfluss auf den derzeitigen Status Quo haben wird.
Zumal noch ungeklärt erscheint, wie die Nutzung der Geothermie tatsächlich für den Agrarbetrieb (profitabel) umgesetzt werden soll.

Beklagenswert ist auf jeden Fall der geringe Informationsfluss zu diesem Projekt. Dritten ist es fast unmöglich Informationen zum Vorhaben und zu den daraus resultierenden Problemen zu erhalten. Hier ist der Gemeinderat gefragt und gefordert, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich in das Projekt partizipativ einzubringen. All dies betrachte ich mit Sorge.

Ich unterstütze Ihre Anstrengungen für mehr Transparenz und Partizipation, denn ich habe ein persönliches Interesse am Fortbestand Ihres Hotels in der heutigen Form um weiterhin Praktiker aus dem Tourismus und Forschungsgruppen dort mit dem nachhaltigen Tourismus in Kontakt zu bringen.

Viel Erfolg und beste Grüße!
Prof. Dr. Harald Zeiss

 

Brief von Karl Ludwig Schweisfurth

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Der ökologische Fußabdruck von Karl Ludwig Schweisfurth

Der ökologische Fußabdruck